Historischer Verein
Stadt Neunkirchen e.V.

Historischer Verein Stadt Neunkirchen e.V.

Vortrag März 2017

Emsenbrunnen – Schachtanlage, Wohnplatz und im 2. Weltkrieg Fremdar-beiterlager zwischen Neunkirchen und Bildstock

Acht auf der Flucht erschossen, ein tödlicher Unfall, ein Brandbombenopfer, ein Suizid, sechzehn tödlich Verunglückte und 57 Verstorbene. So lautet die offizielle Sterbestatistik des Zwangsarbeiterlagers Emsenbrunnen zu Kriegsende. Eine der wenigen Quellen, die uns aus der Geschichte der Zwangsarbeit im Raum Neunkirchen erhalten geblieben ist. An diese Zweit erinnert heute vor Ort kaum mehr etwas, die Natur hat sich das Land zurück genommen. Nur wer sich auf die Suche zwischen Bushaltestelle und der ehemaligen Schachtanlage begibt, findet Überreste des früheren imposanten Zechenhauses mitten im Wald, in dessen Nähe die Baracken der Zwangsarbeiter standen. Wer etwas über die Vergangenheit der Zwangsarbeiter vom Emsenbrunnen erfahren will, findet nur noch einen Grabstein auf dem städtischen Friedhof an der Frankenfeldstraße.

Bauzeichnung Zechenhaus 1941
Bauzeichnung Baracken 1942

Abbildungen: Bauzeichnung Zechenhaus 1941 darunter Bauzeichnung Baracken 1942

Der Referent Torsten Becker begibt sich mit Ihnen auf die Suche nach den historischen Spuren des Emsenbrunnens zur Zeit des 2. Weltkriegs und beleuchtet hierbei mithilfe von Karten, Luftaufnahmen, Bildern und Quellen eine nur noch schwer zu fassende Zeit der Geschichte Neunkirchens.

Der Vortrag findet am Donnerstag, den 2. März 2017, um 19.00 Uhr, in den Räumen des Historischen Vereins Stadt Neunkirchen in der Irrgartenstraße 18 in Neunkirchen statt. Gäste sind herzlich willkommen. Nichtmitglieder zahlen 3.- €.