Historischer Verein
Stadt Neunkirchen e.V.

Historischer Verein Stadt Neunkirchen e.V.

Herzlich willkommen auf unserer Internetseite

                                         Wir wünschen unseren Vereinsmitgliedern,

                                         Freundinnen und Freunden einen

                                         schönen Advent, ein frohes Weihnachtsfest und

                                         ein Frohes Neues Jahr 2023

Wenn Sie sich für Stadtgeschichte, Familienforschung, alte Fotos oder alte Pläne interessieren,

kommen Sie doch einfach mal zu uns

                   

 

                                     Geschichte ist lebendig

 

  •  Wissen Sie, dass es in Neunkirchen zwei Schlösser gab und

        dass esvon beiden noch Überreste gibt?

 

  •  Wissen Sie, seit wann in Neunkirchen Eisen geschmolzen

       wurde?

     

  •  Wissen Sie, woher Ihr Name, Ihre Familie kommt?

 

  • Wissen Sie, dass es im Raum Neunkirchen im Anschluss

       an die Französische Revolution und im Zuge der späteren

       Befreiungskriege Truppenbewegungen und Kampfhand-

       lungen gab?

 

  • Kennen Sie die Entwicklung vom kleinen Dorf Neunkir-

       chen um den Bereich des heutigen Oberen Marktes bis

       zur zweitgrößten Stadt des Saarlandes?

 

  • Wissen Sie, dass im Bereich der heutigen Stadt Neunkir-

       chen schon Römer und Kelten gesiedelt haben?

 

                                Modell Renaissance

                                             Renaissance-Schloss                                                                                                 Modell von Werner Fried

Daten zum Renaissanceschloss der Grafen von Ottweiler und Nassau-Saarbrücken in Neunkirchen / Saar

 

     

1570

 

Baubeginn am Oberen Markt auf einer Grundfläche von 57 x 41 Meter unter Graf

   

Johann IV. Von Nassau-Saarbrücken nach den Plänen des Baumeisters Christian

   

Stromeyer, der bis zu seinem Tod 1583 die Bauarbeiten leitet.

     

1585

 

Vollendung des dreistöckigen Gebäudes mit Wassergraben und Zugbrücke unter dem

   

Nachfolger Graf Albrecht von Nassau-Weilburg-Ottweier durch den Baumeister

   

Heinrich Kemper.

     

1626

 

Mit Ausbruch der Pest in Saarbrücken siedelt der gräfliche Hof nach Neunkirchen

   

über, wo die Gräfin Anna Maria erkrankt und am 8.11. stirbt. Kaiserliche Kriegsvölker

   

rücken vor das Schloss, rauben und plündern es aus und misshandeln die dort schutz-

   

suchenden Bewohner aus den umliegenden Dörfern, ohne auf Gegenwehr zu stoßen.

   

Zwei irische Kompanien verbleiben im Schloss undunternehmen von hier aus Raubzüge

   

in die Umgebung.

     

1635

 

Spanische und lothringische Truppen quartieren sich ein und zerstören das Eisenwerk

   

und auch das Dorf.

     

1659

 

Graf Johann Ludwig von Nassau-Ottweiler verlegt seine Residenz nach der Erbteilung

   

nach Ottweiler, hält sich aber später bis zu seinem Tod 1690 mit seiner Ehefrau, der

   

Gräfin Dorothea Katharina von Pfalz-Birkenfeld-Bischweiler, überwiegend in seinem

   

Neunkircher Schloss auf.

     

1663-1665

 

Umfangreiche Instandsetzungsarbeiten werden durchgeführt.

     

1667

 

Eine französische Heeresdivision belagert Ottweiler, zerstört die Stadt, plündert die

   

Grafschaft aus und belegt mit Teilen das Jagdschloss.

     

1680

 

Graf Johann Ludwig von Ottweiler legt zu Gunsten seines Sohnes Friedrich Ludwig

   

die Regierung nieder, verlässt seinen Neunkircher Wohnsitz und zieht sich in die

   

rechtsrheinischen Nassauischen Ländereien zurück. Die in Neunkirchen verbliebene

   

Gräfin Dorothea Katharina empfängt en Bischof von Metzauf einer Visitationsreise

   

im Schloss.

     

1690-1715

 

Fürst Wilhelm Heinrich von Nassau-Saarbrücken lässt dasSchloss teilweise abreißen

   

und auf dessen Grundmauern eine Kaserne für seine Haustruppe und Pferdeställe

   

erbauen. Dabei werden der Schlossgraben zugeschüttet, die oberen Stockwerke

   

abgetragen und die gesamte Eingangsseite niedergelegt, so dass ein U-förmiger Bau

   

entsteht.

     

1793

 

Oberst von Blücher richtet im September für einige Tage sein Quartier mit dem

   

roten Husarenregiment im ehemaligen Schloss-Komplex ein. Die Zerstörung des

   

Gebäudes durch französische Revolutionstruppen.

     

1803

 

Der Saargemünder Bürger Franz Couturier, der spätere Bürgermeister von

   

Neunkirchen, ersteigert die Schlossruine für 12.000 Francs und lässt das Bauwerk

   

in den Folgejahren abbrechen und die Grundmauern mit Wohngebäuden überbauen.

 

 

  schlossanlage 640

                                Barockschloss Jägersberg

 

Daten zum Barockschloss Jägersberg der Fürsten von Nassau-Saarbrücken in Neunkirchen / Saar

 

     

1753

 

Grundsteinlegung unter Fürst Friedrich Wilhelm Heinrich von Nassau-Saarbrücken

   

nach den Plänen des Oberbaudirektors Friedrich Joachim Stengel

     

1765

 

Fertigstellung des Jagd- und Lustschlosses, bestehend aus einem zweigeschossigen

   

Hauptbaus mit Mittelrisalit und 2 Seitenflügeln mit einer Spannbreite von 94 Meter

     

1766

 

Vom 28.11. bis 4.12. findet ein feierlicher Empfang mit Festlichkeiten anlässlich

   

der Vermählung des Erbprinzen Ludwig von Nassau-Saarbrücken mit der Prinzessin

   

ilhelmine Sophie Eleonora von Schwarzburg-Rudolstadt  im Schloss statt.

     

1766-1790

 

Erbprinz Ludwig hält sich als leidenschaftlicher Jäger im Sommer und Herbst über-

   

wiegend und ab 1790 fast ausschließlich auf seinem Schloss in Neunkirchen auf.

     

1770

 

Im Juni besucht ader  Streßburger Student Johann Wolfgang Goethe  die Saar-

   

gegend, wo er auch in Neunkirchen übernachtet. Seine nächtlichen Eindrücke

   

 von der Schlossterrasse schildert er dabei in "Dichtung undd Wahrheit".

     

1777

 

Fürst Ludwig verleiht dem Barockschloss den Namen "Jägersberg".

     

1791 / 92

 

Während des Winters hält sich der komplette fürstliche Hofstaat in Neunkirchen

   

auf. Bälle und Feste aller Art wechseln sich mit Parforce-Jagden ab.

     

1792

 

Als die französischen Revolutionstruppen in Saarbrücken einrücken, verlegt Fürst

   

Ludwig seine Hofhaltung wieder nach Neunkirchen.

     

1793

 

Am 20. 1. ergeht ein Erlass des Fürsten aus seinem Jagdschloss. In welchem er die

   

Leibeigenschaft aufhebt, die Frongelder halbiert und den "Kartoffelzehnten"

   

abschafft. Weitere Zugeständnisse an die Bevölkerung des Fürstentums erfolgen

   

am 15. 2. und 18. 6.

   

Am 13.5. entzieht sich die füstliche Familie der drohenden französischen Gefangen-

   

nahme durch vorzeitige Abreise. Der in Neunkirchen verbliebene Erbprinz rettet

   

sich durch einen Sprung von der Schlossmauer zu einem preußischen Truppenteil.

   

Die eingegroffenen französischen Truppen besetzen das Barockschloss, plündern

   

es aus und überführen die geraubten Güter nach Frankreich.

     

1795

 

Das Schlossgebäude mit allen fürstlichen Liegenschaften und Ländereien geht in

   

französisches Staatseigentum über.

     

1803

 

Der Saargemünder Bürger Franz Couturier kauft die Schlossruine zum Preis von

   

12.000 Francs, lässt das Beuwerk bis auf die Grundmauern und einige Kellerräume

   

abtragen, parzelliert die Liegenschaften in kleine Grundstücke, die er mit Gewinn

   

an Dorfbewohner weiterveräußert.

 

Neunkirchen, wie es einmal war und was durch Krieg, Abrissbirne

und Umgestaltung unwiderruflich zerstört und verlorengegen ist

                                 Fotos und Zeichnungen: Archive Schwenk und Becker                                       

                 My beautiful picture 

                                                             Scheiber Wasserturm

                 kew fernstrasse 640

                                                             Da stand er früher

           

                              

                                                                           Stadtbad 

                   

                                                                Da stand es früher